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WEIN SERVIEREN WIE EIN SOMMELIER? DAMIT HINTERLASSEN SIE EINEN BLEIBENDEN EINDRUCK

02.12.2021 14:04
WEIN SERVIEREN WIE EIN SOMMELIER? DAMIT HINTERLASSEN SIE EINEN BLEIBENDEN EINDRUCK

Wein ist das feierlichste Genussmittel und das Servieren dieses Getränks ist ein kleines Ritual. Bei richtiger Vorgehensweise kann er sein Aroma besser entfalten und der edle Geschmack kommt noch besser zur Geltung.

WEIN SERVIEREN ALS UNTERHALTSAMES SCHAUSPIEL

Das Vorgehen beim Servieren erinnert entfernt an ein Schauspiel, in welchem der Sommelier und der Wein zu den Hauptakteuren zählen. Den Gästen kommt die Rolle der Beobachter, Zuschauer, zu. Die Aufgabe eines Sommeliers besteht darin, das Servieren zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.
Ein Sommelier ist auch für den Kauf und die Lagerung der Weine zuständig und empfiehlt Gästen den passenden Wein zum gewählten Gericht. Mit unseren nachfolgenden Empfehlungen meistern Sie nicht nur Ihre Rolle als Gastgeber/in, sondern Sie hinterlassen auch einen bleibenden Eindruck.

5 SCHRITTE VOR DEM GROSSEN TAG UND DER STUNDE DER WAHRHEIT

1) Planen Sie ausreichend im Voraus, welche Weine Sie servieren möchten.
2) Werden ältere Weine verkostet, dann sollten Sie nach dem Kauf mindestens 2 Wochen lang ruhen. Für diesen Zweck verwenden Sie am besten einen Flaschenhalter zum Einlagern in horizontaler Lage.
3) Einigen Weine sollten mehrere Stunden vor dem Servieren geöffnet werden.
4) Wichtig ist auch die ideale Serviertemperatur, die bei jeder Rebsorte unterschiedlich ist.
5) Bereiten Sie auch die Gläser vor.

DAS PASSEND GEWÄHLTE GLAS ZUM DEGUSTIEREN

Achten Sie auf die Auswahl der Weingläser, da unterschiedliche Weine auch unterschiedliche Gläser verlangen. Ein falsches Glas kann dem vollen Genuss "abkömmlich" sein. Die Gläser sind so entworfen, um den Geschmack des jeweiligen Weines voll zu entfalten und dadurch den Genuss aus der Konsumierung des köstlichen Getränks zu verbessern. Das passend gewählte Glas und die richtige Serviertemperatur sind die beiden wichtigsten Faktoren, die das Degustationserlebnis beeinflussen.
Rotweingläser sind meist bauchiger oder tulpenförmig mit langem Stiel. Diese Gläser bieten dem Wein ausreichend Raum, um sich voll zu entfalten und zu atmen.
Weißweingläser sind kleiner und geschlossener, um eine starke Oxidation des Weins zu verhindern.

Schaumweine werden in speziellen Champagner- und Sektgläsern serviert. Dieses schmale, geschlossenere Glas mit hohem Stiel soll verhindern, dass zu viel Kohlensäure entweicht und der Wein zu schnell warm wird. Die schmale Ausführung lässt den perlenden Effekt voll zur Geltung kommen und führt die Aromastoffe optimal zu unserer Nase.
Weiterführende Informationen zu den einzelnen Weinglastypen erfahren Sie hier.

WEIN SERVIEREN WIE EIN SOMMELIER? DAMIT HINTERLASSEN SIE EINEN BLEIBENDEN EINDRUCK

OPTIMALE TEMPERATUR

Vor dem Servieren muss der Wein, auch der Rotwein, entsprechend temperiert werden.
Ist er zu warm oder zu kalt, wirkst sich das negativ auf den Genuss aus. Das Kühlen oder Wärmen wird bei einigen Weinen bis zu mehreren Stunden vor dem Servieren eingeleitet.

SCHOCKKÜHLUNG - UNDENKBAR!

Zum Kühlen legen wir die Flasche in den normalen Kühlschrank oder speziellen Weinkühlschrank, die sog. Vinothek. Die geöffnete Weinflasche am besten in den Kühlschrank legen oder im dafür vorgesehenen Gefäß mit Eis abstellen.
Auch an heißen Sommertagen ist es undenkbar, Wein mit Eiswürfeln zu servieren, da dieser einen Kälteschock erleiden und sein Aroma verlieren könnte. Doch auch bei Regeln existieren Ausnahmen. Beispielsweise sind Eiswürfel im Roséwein an heißen Sommertagen durchaus erlaubt.
Für bessere Übersicht finden Sie nachfolgend eine Tabelle mit den empfohlenen Serviertemperaturen.

ÖFFNEN DER FLASCHE

Zunächst entfernen Sie den oberen Rand der Schrumpfkapsel, den unteren Teil lassen Sie auf der Flasche. Mit einer Stoffserviette, die ein Sommelier immer bei der Hand hat, entfernen Sie eventuelle Verunreinigungen. Den Korkenzieher am Sommeliermesser mittig am Korken ansetzen, ungefähr bis 3/4 der Länge versenken und dann langsam herausziehen.

WEIN SERVIEREN WIE EIN SOMMELIER? DAMIT HINTERLASSEN SIE EINEN BLEIBENDEN EINDRUCK

DEKANTIEREN FÜR EIN EINMALIGES WEINERLEBNIS

Dekantieren ist der Begriff für das vorsichtige Umfüllen des Weins in eine Karaffe, auch Dekanter genannt. Wie Sie den Wein richtig dekantieren und welche Grundsätze Sie dabei befolgen sollten, haben Sie im vorgehenden Artikel erfahren.

3 REBSORTEN RICHTIG SERVIEREN - WERDEN SIE ZUM ERZÄHLER

Zunächst ist es wichtig, die richtige Vorgehensweise beim Servieren von Weinen zu kennen. Wenn Sie dabei Ihre Gäste auch in die Herkunft und Charakteristik der Weine einweisen, dann spricht das nur für Sie.
Es gibt nichts Schöneres, als wenn man vom Sommelier all die spannenden Hintergrundinformationen erfährt. Informationen über die Blüten und Gewürze, die sich in dem köstlichen Getränk vereinen, über das Weinbaugebiet und dessen Bodenbeschaffenheit.

ROTWEINE

Rotweine, die im Keller immer horizontal gelagert werden, werden auch in horizontaler Lage transportiert. Damit wird die optimale Aufbewahrung garantiert. Nach dem Öffnen der Flasche wird der Wein in einen Dekanter umgefüllt, um sich zu öffnen. Das Rotweinglas wird immer nur zu 1/3 gefüllt, damit der Gast das Glas in der Hand drehen und so die Gewürze und das rote Beerenobst voll zur Entfaltung zu bringen. Dabei kann der Blick die schöne dunkelrote Farbe bewundern.

WEISSWEINE

Weißweine und Roséweine werden auf dieselbe Weise serviert. Nach dem Öffnen der Flasche wird diese zurück in den Kühlschrank gelegt oder in einem Gefäß mit Eis abgestellt. Das Glas wird ungefähr bis zu 1/3 gefüllt, damit der Weißwein sein blumiges Aroma nach weißem, gelbem und grünem Obst entfalten kann.

SCHAUMWEINE

Schaumweine werden direkt aus dem Kühlschrank oder in einem Gefäß mit Eis serviert. Beim Öffnen von Schaumweinen ist etwas Vorsicht geboten. Halten Sie die Flasche schräg (ungefähr im 30 Grad Winkel) und halten den Korken mit dem Daumen fest. Nach dem Lösen des Drahts, der den Korken in der Flasche hält, sichern Sie den Korken mit einer Hand mit Stoffserviette, während die andere Hand den Flaschenboden dreht. Dadurch wird der Korken aus der Flasche gedreht, wobei die Neigung von 30 Grad verhindert, dass der Schaumwein aus der Flasche ausfließt. Die Champagner- oder Sektgläser werden maximal bis zu 1/2 gefüllt.

WILD UND ROTWEIN - DIE IDEALE KOMBINATION

In Ihrer Rolle als Gastgeber werden Sie Ihre Gäste natürlich auch verköstigen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher Wein zu welchem Gericht passt, dann beachten Sie die folgenden Regeln.
Weißweine - helles Fleisch wie Fisch, Huhn, Kalb oder Meeresfrüchte, Frischkäse
Rotweine - dunkles Fleisch wie Wild, Ente, Gans, Blauschimmelkäse, Suppe (z.B. Borschtsch)
Roséweine - Gemüsesuppe
Schaumweine - getrocknetes Fleisch, Vorspeisen

JE ÄLTER DER WEIN, DESTO DUNKLER DIE FARBE - EIN IRRTUM

Weißweine werden mit den Jahren dunkler. Was bedeutet, dass sich junge Weine durch ihre helle Farbe auszeichnen. Bei Rotweinen ist es genau umgekehrt. Rotweine werden im Laufe der Jahre heller.

WEINETIKETT - INFORMATIONEN „ZWISCHEN DEN ZEILEN“

Noch vor dem Öffnen der Flasche und dem Verkosten des Inhalts präsentieren Sie Ihren Gästen die Flasche so, damit sie die Angaben auf dem Etikett lesen können. Dieses enthält Angaben zur Qualität, Herkunft, Jahrgang usw.
Wobei der Sommelier die Bedeutung aller Begriffe auf dem Etikett kennen sollte.
Wichtige Begriffe auf dem Etikett: WEIN ohne Herkunftsangabe (früher Tafelwein) bedeutet, dass die Trauben aus der gesamten EU zur Herstellung dienten und der Most wahrscheinlich mit Zucker gesüßt wurde.
LANDWEIN ist Wein aus heimischen Trauben mit höherem natürlichem Zuckergehalt.
An Qualitätsweine werden höhere Anforderungen gestellt.
QUALITÄTSWEIN BESTIMMTER ANBAUGEBIETE Die Qualität wird durch den Reifegrad der Trauben, also den Zuckergehalt der Trauben und des Mostes, bestimmt. Der Wein muss mindestens 80 % der auf dem Etikett angegebenen Rebsorte enthalten, und der Zuckergehalt muss min. 15 kg natürlicher Zucker pro 100 Liter Most entsprechen. Zu den weiteren Qualitätsstufen gehören sortenreine Weine, Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung, Prädikatsweine (Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein, Strohwein). QUALITÄTSWEIN MIT PRÄDIKAT - Chaptalisation ist nicht erlaubt und der Zucker muss natürlichen Ursprungs sein. Innerhalb dieser Stufe wird unterschieden zwischen Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein unterschieden. Das Etikett dieser Qualitätsstufe enthält Informationen zu Herkunft, Weinbaugebiet und der Region.

WEINPRÜFUNG

Schon die Römer haben Weine nach ihrem Aussehen, Aroma und Geschmack bewertet. Eine Methode, die sich bis heute bewährt hat. Junge Weine zeichnen sich durch ihre helle Farbe aus, die durch die Reifung dunkler wird.
Bei Rotweinen ist es genau umgekehrt. Alte Rotweine zeichnen sich durch ein helles Rot aus.

HERKUNFTSBEZEICHNUNG

In der Tschechischen Republik gibt es zwei große Weinbaugebiete - Böhmen und Mähren mit ihren jeweiligen Weinbauregionen. Dabei gilt die Herkunftsbezeichnung für gebietstypische Qualitätsweine (VOC) in folgendem Wortlaut. VOC-Weine werden aus Trauben hergestellt, die ausschließlich aus Weinlagen stammen, die als ein bestimmtes VOC-Gebiet definiert sind. Die VOC-Definition enthält auch die charakteristischen Rebsorten der jeweiligen Region.

ABSCHLIESSEND EIN PAAR WORTE ZUR ETIKETTE

Der tschechische Meister guter Manieren, Herr Ladislav Špaček, würde an dieser Stelle anmerken:
Das Weinglas halten wir ausschließlich am Stiel, nie am Glas selbst.
Sind auf dem Glas Benützungsspuren zu sehen, tauschen wir es gegen ein neues aus.
Weine und Speisen werden ausschließlich von rechts serviert.

Wir wünschen Ihnen unvergessliche kulinarische Erlebnisse.
PROST!


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